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Versicherung von Windkraftanlagen

Redaktion | 23.02.2021

TOPseven - Schäden an Windenergieanlagen

Risiken bei Windkraftanlagen minimieren – die richtigen Versicherungen wählen

Die Weiterentwicklungen der letzten Jahrzehnte im Bereich Windenergie sind enorm. Die Nennleistungen beispielsweise steigen stetig und somit auch die Erträge. Diese sind um ein Tausendfaches höher als noch in den frühen 80er Jahren. Weiterhin werden die Anlagen immer größer, mächtiger und effizienter. Das bedeutet alles in allem, dass auch ein höheres Risiko entstanden ist und dementsprechend spezielle Versicherungen notwendig sind.

Die Risiken

Risiken entstehen bereits beim Transport einer Windkraftanlage. Auf Grund der enormen Größe ist ein Windrad nicht leicht zu transportieren und bedarf entsprechend schwerer Geräte. Die Strecken können teils lang sein, wodurch sich das Risiko weiter erhöht. Es können Schäden an Komponenten entstehen, die den Zeitplan sowie den weiteren Verlauf eines Projekts gefährden können, wenn sie nicht versichert sind.

Wenn das Windrad sicher an Ort und Stelle gebracht ist, geht es weiter mit der Montage. Auch diese bringt einige Unsicherheiten mit sich, denn je größer das Windrad ist desto eher kann etwas passieren. Hier kann sowohl das Wetter, Vandalismus oder auch Fehler beim Bedienen des Krans oder anderen Geräten verheerende Folgen haben. Insbesondere, wenn Personen zu Schaden kommen.

Nach dem Aufbau geht es nun an den Betrieb der Anlage und auch hier kann es Unregelmäßigkeiten kommen. Sowohl bei neuen als auch bei älteren Anlagen können herabfallende/sich lösende Teile oder ein entstehendes Feuer durch Kurzschlüsse oder Überhitzung zu Schäden führen.

Auch während des Betriebs kann es zu Bedienungs- oder Produktfehlern, auch teils zu Maschinenbruch, kommen. Dies kann zu einem Ertragsausfall führen, wodurch der finanzielle Schaden größer wird.

Eine Windkraftanlage birgt also einige Risiken und die oben genannten sind nur ein Auszug. Umso wichtiger ist es, dass das richtige Versicherungspaket gewählt wird. 

Die Versicherung

Bei der Versicherung von Windkraftanlagen wird zunächst grundsätzlich darin unterschieden wer der Versicherungsnehmer ist.

Wer sollte sich versichern?

  • Hersteller
  • Monteur
  • Betreiber
  • Geschäftsführer/Manager/Aufsichtsorgane

Dabei ist zu beachten, dass ein Hersteller anders abgesichert werden muss als der Anlagenmonteur oder der Betreiber eines Windparks.

Welche Versicherungen sind möglich?

  • Gewerbliche Transportversicherung und Sachwerteversicherung
  • Montage- und Bauleistungsversicherung mit Absicherung einer verspäteten Inbetriebnahme
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung und Gebäudeversicherung
  • Ertragsausfallversicherung
  • Maschinen- und Maschinenbruchversicherung
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Umwelthaftpflichtversicherung und Umweltschadenversicherung
  • Rechtsschutzversicherung

Welche Versicherung ist für welchen Versicherungsnehmer geeignet?

Hersteller
  • Betriebshaftpflichtversicherung
  • Rechtsschutzversicherung
Monteur
  • Gewerbliche Transportversicherung und Sachwerteversicherung
  • Montage- und Bauleistungsversicherung mit Absicherung einer verspäteten Inbetriebnahme
  • Rechtsschutzversicherung
Betreiber
  • Betreiberhaftpflichtversicherung
  • Maschinenversicherung bzw. Maschinenbruchversicherung
  • Umweltschadenversicherung
  • Ertragsausfallversicherung
  • Rechtsschutzversicherung

Weiterhin sind Versicherungen auch für Manager, Geschäftsführer und Aufsichtsorgane wichtig. Diese sollten ihr Privatvermögen mit einer D&O-Police (Directors- & Officers Police) schützen.

Auch eine Rechtsschutzversicherung ist für Hersteller, Monteure, Betreiber und das Management sinnvoll. Denn sollte es zu Streitigkeiten vor Gericht kommen, können diese schnell teuer werden.

Fazit

Versicherungen für Windkraftanlagen kosten Geld, doch dieses ist gut investiert. Werden die möglichen Risiken vom Aufbau über den Betreib und Weiterbetrieb bis hin zum Repowering identifiziert und entsprechend versichert, sorgen Betreiber für mehr Kalkulierbarkeit und minimieren das Insolvenzrisiko. Zudem ist ein ausreichender Versicherungsschutz auch eine Voraussetzung für eine Finanzierungszusage eines Windparks. Weiterhin können regelmäßig durchgeführte Wartungen ebenfalls das Risiko von Schäden minimieren.

 

Notiz: dies ist keine Rechtsberatung – bitte informieren Sie sich bei den jeweiligen Versicherungen oder bei einem entsprechenden Anbieter für Ihr optimales Versicherungspaket!

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