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Wirtschaftsministerium fördert TOPseven mit 4,8 Millionen Euro für KI-Projekt

Wirtschaftsministerium fördert TOPseven mit 4,8 Millionen Euro für KI-Projekt

Victoria von Richthofen | 23.06.2022


v.l.n.r. Ulf Thiele, Mitglied des Landtags Niedersachsen; Dr. Bernd Althusmann, Wirtschaftsminister Niedersachsen; Knud Rissel TOPseven Geschäftsführer; Dirk Specht, TOPseven Aufsichtsrat

Das Wirtschaftsministerium des Landes Niedersachsen fördert TOPseven für das Projekt „KI-basierte autonome Drohneninspektion unzugänglicher Infrastrukturen“ mit insgesamt 4,8 Millionen Euro. Weitere 200.000€ gehen an den wissenschaftlichen Projektpartner, die Hochschule Emden/Leer.

Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann begründet diese ungewöhnlich hohe Fördersumme bei der Bescheidübergabe persönlich: Das Projekt verfolge die drohnengestützte Infrastrukturanalyse von Brücken, von Schiffen, von Windenergieanlagen, das sei ein „hoch-innovativer Ansatz“, so Althusmann. Er erwartet, das Projekt werde die Region „richtig voranbringen“, hier sei ein “ tolles Projekt entstanden, dass wir auch entsprechend fördern wollen“. Seiner Einschätzung nach, habe das langfristig eine „sehr positive Auswirkung, nicht nur für Ostfriesland, sondern für Deutschland“.

Die innovativen Ziele des TOPseven Projekts sind die Entwicklung einer neuen autonom fliegenden Drohne mit einer KI-basierten und GPS-unabhängigen Steuerung sowie eine KI-basierte automatische Analyse der enormen Datenmengen zur automatischen Erkennung struktureller Auffälligkeiten. Insgesamt werden mit dem Hochschulpartner ca. 6,5 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

Die TOPseven-Technologie verfolgt als eine der wenigen weltweit den besonders herausfordernden autonomen Flug im Nahbereich. Die Drohne bewegt sich autonom und damit hoch präzise entlang einer Anlage, so dass sie ein vollständiges 3D-Abbild mit der Auflösung eines menschlichen Haares erzeugen kann. Dadurch können selbst größere Infrastrukturen lückenlos auf kleinste Strukturveränderungen oder Auffälligkeiten untersucht werden.

Für Windkraftanlagen ist das heute bereits möglich. Das Projekt wird die TOPseven-Technologie nun in eine neue Dimension führen und die Möglichkeiten der Überwachung und Inspektion von Infrastrukturen darüber hinaus revolutionieren. So wird es erstmals möglich sein, auch die Bereiche von Infrastrukturen, beispielsweise bei Brücken oder Hafenanlagen, zu erreichen, die für die manuelle Inspektionen bisher unzugänglich waren. Damit können selbst hoch komplexe und sehr große Anlagen lückenlos erfasst und präzise inspiziert werden.

Dirk Specht, TOPseven Aufsichtsrat bei seiner Rede zur Bescheidübergabe: „Wir schaffen durch unsere Technologie erstmals Transparenz zur Beurteilung des Zustandes von tausenden Infrastrukturen weltweit. Wir wollen verhindern, dass jemals wieder Brücken einstürzen oder wichtige Anlagen plötzlich außer Betrieb genommen werden müssen.“

Alle Informationen zum Innovationsprojekt

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